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Navigation mit dem GPS auf dem Zweirad (Fahrrad oder Motorrad)

Einführung

Wozu GPS auf dem Zweirad, also Fahrrad oder Motorrad?

Als mir ein Bekannter zum ersten Mal seinen GPS-Empfänger demonstrierte, habe ich GPS noch für eine technophile Spielerei gehalten. Als Einzelfahrer war ich bis dahin mit der Generalkarte oder vergleichbarem Blattwerk gut ausgekommen.

Bei den ersten Gruppenfahrten mußte ich jedoch neidlos anerkennen, daß ich die Gruppe mit meiner Paperware nicht annähernd so souverän wie unser Vorausfahrer mit Satellitenunterstützung über eine unbekannte Strecke hätte führen können.

Also doch nicht so uninteressant, insbesondere wenn man oft neue Touren macht. — Aber leider ist aller Anfang schwer, denn der Markt ist unübersichtlich und die Auswahl einer geeigneten Ausstattung scheinbar Glückssache.

Was ist das GPS überhaupt?

Als GPS oder Global Positioning System werden Satellitennavigationssysteme wie das NAVSTAR-System (Navigation Satellite Timing and Ranging) des US-Verteidigungsministeriums bezeichnet. Das System wurde zwischen 1978 und 1994 für militärische Zwecke eingerichtet, darf jedoch auch im zivilen Bereich kostenfrei genutzt werden. Das Netz besteht aus über zwei Dutzend Satelliten, die die Erde zweimal täglich umkreisen und kontinuierlich Signale senden. Diese Signale können mit einem sogenannten GPS-Emfänger (ugs. GPS-Gerät) ausgewertet werden.

Foto: DTIC

NAVSTAR GPS-Satellit, Erde

NAVSTAR GPS-Satellit in Umlaufbahn um die Erde

Wie funktioniert das GPS?

Mit den handelsüblichen GPS-Empfängern kann man die Satellitensignale empfangen und die aktuellen Standortkoordinaten, also Länge, Breite und Höhe aus den Signallaufzeiten ermitteln. Entgegen unbegründeten Gerüchten sind GPS-Geräte reine GPS-Empfänger ohne Sendefunktion und deswegen auch nicht zu orten.

Zur Bestimmung von Länge und Breite müssen mindestens drei Satelliten, und zur zusätzlichen Bestimmung der Höhe mindestens vier Satelliten verfügbar sein.

Die Standortbestimmung ist auf etwa 10 bis 15 Meter genau, kann jedoch mit den Geländebedingungen variieren, da die Sendeleistung mit max. 50 Watt gering ist.

Bei freiem Himmel sind durchschnittlich sechs bis neun Satelliten verfügbar, und die Genauigkeit kann auf 4 bis 6 Meter steigen.

In Städten, Tälern oder Wäldern sind möglicherweise nur drei oder vier Satelliten verfügbar, so daß die Genauigkeit dann schnell auf 20 bis 40 Meter sinkt.

In engen Gassen, Fahrzeugen oder Transportmitteln mit metallbedampften Scheiben und geschlossenen Räumen können oft auch gar keine Satelliten empfangen werden.

Für die Richtigkeit dieser Angaben wird keine Verantwortung übernommen. Im Text genannte Marken, Produkte und Warenzeichen sind möglicherweise durch Rechte Dritter geschützt. Jede Nutzung dieser Informationen erfolgt unter Anerkennung dieses Haftungsausschlusses.
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